Türchen 3

Integration bei den Lilien

„Es war schon immer mein Traum, für den SV 98 zu arbeiten. Ich bin ja auch Fan“, sagt Nico Stelzer. Am 1. Januar 2018 hat der 26-jährige Lilien-Fan sein Ziel erreicht. Sein Beschäftigungsvertrag wurde unbefristet verlängert. Bereits seit 2015 ist er fester Bestandteil der Lilienfamilie. Jetzt hat er als Beschäftigter der NRD-Mühltal-Werkstätten ein sogenanntes Betriebsintegriertes Beschäftigungs- Verhältnis (BiB) und verbringt zwei Arbeitstage pro Woche in der Abteilung Marketing und Events des SV 98. An den übrigen Arbeitstagen ist er in der Mühltal-Werkstatt im Einsatz.

Betriebsintegrierte Beschäftigungsverhältnisse sind ein bewährtes Modell, um Arbeitgeber zu ermutigen, einem Menschen mit Beeinträchtigung eine Chance zu geben. BiB-Plätze sind Werkstatt-Plätze außerhalb der Werkstatt, die den Weg zum allgemeinen Arbeitsmarkt auf ideale Weise anbahnen können. BiB’ler gehören nach wie vor zur Werkstatt, können sich aber an das Arbeitsleben „draußen“ gewöhnen und bekommen – so die Hoffnung – vielleicht irgendwann einen festen Arbeitsvertrag zu erhalten. Durch einen langfristigen Lohnkostenausgleich fördert der Staat seit 2018 Arbeitgeber, die sich darauf einlassen, einen Menschen mit Beeinträchtigung einzustellen.

Nico Stelzers Arbeitsverhältnis mit dem SV Darmstadt 98 ist für beide Seiten ein super Konzept. Stelzer unterstützt unter anderem durch die Produktion von Namensschildern für Events des Vereins, etwa für die Sponsoren-Empfänge mit bis zu 800 Gästen oder die Erstellung von Buffetschildern für den VIP Bereich. Zudem ist er an der Spieltagsorganisation beteiligt, kümmert sich um das Auffüllen der Kühlschränke im Hospitality-Bereich sowie das Zählen der Spendengelder nach dem Spiel.

Rund 850 Menschen mit Beeinträchtigung arbeiten in den vier Werkstätten der NRD in Hessen und Rheinland-Pfalz. Insgesamt 66 von ihnen haben derzeit einen BiB- Arbeitsplatz bzw. Außenarbeitsplatz, so der entsprechende Begriff in Rheinland-Pfalz.

Nico ist fest in das Lilien-Team integriert und fühlt sich in seinem blau-weißen Arbeitsumfeld sichtlich wohl.

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